Der 01. April 2026 markiert den nächsten wichtigen Meilenstein im Digitalisierungsprojekt der Heilfürsorge der Bundespolizei, das wir als Digitalisierungspartner federführend begleiten dürfen. Nach der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte im April 2025 wurden nun die Voraussetzungen geschaffen, damit die 45.000 heilfürsorgeberechtigten Bundespolizist*innen ab sofort auch von den Vorteilen der elektronischen Patientenakte (ePA) und einer eigenen Online-Geschäftsstelle (OGS) profitieren können.
Die ePA als Grundlage für eine verbesserte Gesundheitsversorgung
Die ePA der BITMARCK als zentrale und digitale Sammelstelle von individuellen Gesundheitsdaten eröffnet den Polizeivollzugsbeamt*innen in Kombination mit der entsprechenden App ganz neue Möglichkeiten im Hinblick auf ihre Gesundheitsversorgung.
Denn Ärztinnen und Ärzte erhalten durch die in der ePA gespeicherten Daten schneller einen umfassenden Überblick hinsichtlich der Krankengeschichte ihrer Patient*innen. Dies ermöglicht wiederum schnellere Diagnosen und eine gezieltere Behandlung. Zudem werden unnötige Doppeluntersuchungen vermieden, da direkt auf bereits bestehende Untersuchungsergebnisse zurückgegriffen werden kann. Auch Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten können auf diesem Wege leichter erkannt werden.
Darüber hinaus profitieren die heilfürsorgeberechtigten Bundespolizist*innen von der Einführung des E-Rezepts, indem Wartezeiten reduziert, Rezepte digital und ortsunabhängig eingelöst sowie Medikationsfehler durch eine bessere Lesbarkeit minimiert werden. Auch hier agiert die Bundespolizei als Vorreiter im Bereich der sonstigen Kostenträger.
Nachdem die erforderlichen Grundlagen für die kontinuierliche Teilhabe an der fortschreitenden Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung geschaffen sind, werden im nächsten Schritt auch die weiteren Entwicklungen der ePA hinzukommen, wie zum Beispiel der elektronische Medikationsplan.
Digitale Kommunikation via Online-Geschäftsstelle – orts- und zeitunabhängig
Darüber hinaus erfolgte in den vergangenen Monaten in enger Zusammenarbeit mit der BITMARCK die Einführung einer eigenen Online-Geschäftsstelle auf Basis unseres haiSELF-SERVICE. Die Heilfürsorgeberechtigten können ihre Anliegen nun schnell und unkompliziert auf digitalem Weg erledigen – und zwar zu jeder Zeit und an jedem Ort. Einfach, schnell und sicher.
Auch die Bearbeitungszeiten konnten verkürzt und die Aufwände reduziert werden, indem einerseits Einreichungen in digitaler Form ermöglicht und andererseits die Automatisierung von Folgeprozessen umgesetzt wurden. So wird zum Beispiel die Professionelle Zahnreinigung bereits nahezu komplett dunkelverarbeitet. Auch für die Prozesse der Auszahlung, welche als besondere Herausforderung den Vorgaben des Haushalts- und Kassenrechts unterliegen, konnte eine tragfähige Lösung bereitgestellt werden.
Stimmen zum bevorstehenden Projektabschluss
Mit den nun umgesetzten Meilensteinen konnten nicht nur die vor etwas mehr als zwei Jahren vereinbarten Projektziele in Zeit und Budget umgesetzt werden. Vielmehr wurden auch die Herausforderungen gelöst, welche bei der Digitalisierung der ersten Heilfürsorge erst in der praktischen Durchführung erkennbar wurden.
Christian Senf, Projektleiter im Bundespolizeipräsidium, zieht hierzu ein positives Fazit: „Wie gut eine Idee ist, erkennt man erst, wenn man sie in der Praxis ausprobiert. Genau das haben wir getan und, was bedeutender ist, gemeinsam mit der Unterstützung vieler Beteiligter in sehr kurzer Zeit Lösungen gefunden, welche gut funktionieren. Das zeigt, dass die Entscheidung der Bundespolizei für standardisierte Lösungen aus dem Kassenumfeld die richtige Idee war und ist.“
Peter Beiderwieden, Vizepräsident im Bundespolizeipräsidium, fasst die Projektergebnisse mit Blick auf den nach Projektende folgenden Regelbetrieb wie folgt zusammen: „Jetzt haben wir für die Bundespolizei Heilfürsorge eine solide Grundlage, um auch die weiteren Schritte der Digitalisierung im Gesundheitswesen mitzugehen und unseren PVB den gleichen Service zu bieten, wie es andere Versicherte gewohnt sind. Ich hoffe, dass wir mit diesem Projekt auch als Wegbereiter für sonstige Kostenträger agieren konnten und würde mich freuen, wenn zukünftig noch viele weitere Heilfürsorgeberechtigte aus anderen Institutionen von den Vorteilen der digitalen Gesundheitsanbindung profitieren könnten.“
Wir danken der BITMARCK für ihren wichtigen Beitrag zum Gelingen des Projektes und der Bundespolizei für ihr Vertrauen in uns als Digitalisierungspartner.

Lilian-Donata Liedtke
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Lilian-Donata.Liedtke@itsc.de
