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Forschungsprojekt zur Entwicklung von KI-Modellen zur Krebsfrüherkennung startet

ITSC beteiligt sich an Forschungsprojekt des Innovationsfonds

Das ITSC beteiligt sich erstmalig an einem breit angelegten Forschungsprojekt des Innovationsfonds. Gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und den gesetzlichen Krankenkassen mkk – meine krankenkasse, der Pronova BKK und der BKK24 werden wir untersuchen, wie KI-basierte Datenmodelle zukünftig zielgerichtet im Kontext der Früherkennung von Krebserkrankungen eingesetzt werden können. Das Projekt wird mit ca. 1 Million Euro aus dem Innovationsfonds gefördert. 

Zielstellung des Projekts 

Krebserkrankungen nehmen seit Jahren weltweit und kontinuierlich zu. Sie stellen sowohl für die Betroffenen als auch für das Gesundheitssystem eine erhebliche Belastung dar. Durch frühzeitige Diagnosen und Prävention können die Behandlungschancen deutlich verbessert werden. Genau hier setzt das Forschungsprojekt ROKAVI (Risikoprädiktion in der Onkologie: Entwicklung eines KI-Algorithmus, Versichertenpräferenzen und ethische Implikationen) an, das KI-basierte Modelle zur Früherkennung von Erkrankungsrisiken entwickeln will, um langfristig den Krankheitsverlauf von Betroffenen positiv zu beeinflussen und die Versorgungskosten zu senken.  

Kooperation von MHH, ITSC und gesetzlichen Krankenkassen 

Durch die Kooperation der MHH mit dem ITSC können im Rahmen des Projektes sowohl medizinische Expertise als auch tiefgreifendes Daten- und Technologie-Know-How in die gemeinsame Arbeit einfließen. Zentral für die erfolgreiche Durchführung des Projektes ist zudem die umfassende Erfahrung im GKV-Umfeld der weiteren Konsortialpartner Pronova BKK und mkk – meine krankenkasse. Die BKK24 stellt als Kooperationspartner ebenfalls ihre Routinedaten zur Verfügung, um das Projekt zu unterstützen. 

Im ersten Schritt sollen Krebsarten identifiziert werden, bei denen eine entsprechende Vorhersage sinnvoll zum Einsatz kommen kann. Darauf aufbauend werden sowohl statistische als auch KI-Modelle entwickelt und verglichen. 

Darüber hinaus sollen die ethischen Implikationen untersucht werden, die für den Einsatz solcher Modelle im Versorgungsalltag relevant sind. Dafür werden gezielte Befragungen von Patient*innen und Krankenkassen durchgeführt. Deren Ergebnisse sollen genutzt werden, um konkrete Handlungsempfehlungen für den zukünftigen Einsatz von Prädiktionsmodellen abzuleiten. 

Das Projekt leitet Prof. Dr. Christian Krauth vom Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung an der MHH. Er setzt große Hoffnungen in das Projekt: „In meinen Augen ist ROKAVI ein sehr wichtiges Projekt für die datenbasierte Krebsfrüherkennung. Wir sind gespannt darauf, systematisch zu explorieren, inwiefern sich vorhandene Routinedaten zur Vorhersage von Krebserkrankungen nutzen lassen und zu testen, welche konkreten Einsatzmöglichkeiten sich daraus für die medizinische Versorgung der Zukunft ergeben.“  

„Wir sind freuen uns auf die gemeinsame Forschungsarbeit. Das Projekt entspricht genau unserer Vision, die Versorgungsqualität für Versicherte langfristig zu verbessern und dabei neue Wege zu gehen“, ergänzt Dr. Nina Müller, Service Owner Data Driven Services im ITSC. „Wir sind überzeugt, dass in den bei Krankenkassen bereits vorhandenen Gesundheitsdaten – bei gezielter und verantwortungsvoller Nutzung – große Potenziale für spürbare Verbesserungen liegen. Während viele vergleichbare Projekte in der Forschung verharren, arbeiten wir bewusst darauf hin, unsere gemeinsamen Ergebnisse direkt in die Praxis zu überführen und konkrete Use Cases für gesetzliche Krankenkassen zu entwickeln. Umso mehr begrüßen wir die Möglichkeit, uns aktiv an einem Projekt zu beteiligen, das diese Vision vorantreibt.“ 

Aktuell können Krankenkassen bereits Versicherten mit schwerwiegenden Erkrankungen angepasste Gesundheitsangebote anbieten. So wertet die mkk – meine krankenkasse schon seit einiger Zeit systematisch Versichertendaten aus, um Beratungslücken bei einer möglichen Pflegebedürftigkeit zu schließen. Die Versicherten begrüßen dieses prädiktive Verfahren sehr. Diesen Erfahrungsschatz bringt die Betriebskrankenkasse in das Projekt ROVAKI mit ein. „Wir sehen großes Potential in KI-basierten Prognosemodellen. Auf deren Basis können wir unseren Versicherten künftig auch individuelle Hinweise zur Früherkennung geben,“ sagt Martina Zimmermann, Leiterin des Bereiches Versorgung bei der mkk – meine krankenkasse. 

Sie haben als Krankenkasse ebenfalls Interesse ihre Daten dem Projekt zur Verfügung zu stellen? Dann sprechen Sie uns an:  

Dr. Nina Müller, Service Owner Data Driven Services: nina.mueller@itsc.de.   

Lilian-Donata Liedtke

Tel.: 0511‑27071‑160
Lilian-Donata.Liedtke@itsc.de

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