ePA – die Anbindung steht (09.12.2020)

3 Minuten mit Odilo Jürgens, Leiter Kundenmanagement

Hallo Odilo, der Start der elektronischen Patientenakte (ePA) am 01.01.2021 rückt mit großen Schritten näher. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und wie ich gehört habe, gibt es heute eine besonders positive Nachricht zu diesem Thema.

Ja, das stimmt. Die wichtigste Voraussetzung, damit der Start der ePA reibungslos über die Bühne gehen kann, ist das fehlerfreie Zusammenspiel aller beteiligten Systeme. Nachdem wir in den letzten Wochen gemeinsam mit dem Team der BITMARCK intensiv darauf hingearbeitet haben, kann ich heute stolz verkünden: Wir sind startklar und haben heute die Anbindung der entsprechenden Komponenten für alle itsc-Kunden erfolgreich abgeschlossen.

Was verbirgt sich denn hinter der ePA-Anbindung? Welche Systeme und Komponenten sind davon betroffen und mussten durch Euch berücksichtigt werden?

Das betrifft zum einen den fachlichen Part, also das Kontoverwaltungssystem (KVS) sowie das ePA Identity and Access Management (IAM). Diese Komponenten mussten sowohl mit dem Kernsystem BITMARCK 21c|ng verbunden werden als auch mit unseren eGK-Systemen in der Telematikinfrastruktur.

Darüber hinaus gibt es auch den technischen Part, ohne den das Ganze nicht funktionieren würde. In diesem Zusammenhang wurden zum Beispiel komplett neue Proxy- und DNS-Server sowie Netzwerkleitungen und Lizenzen durch das itsc beschafft und eingerichtet.

Kommen vor diesem Hintergrund jetzt Mehrkosten auf die Krankenkassen zu?

Nein, diese Maßnahmen haben wir für die Kassen kostenlos im Rahmen unseres Serviceangebots umgesetzt.

Das ist doch eine gute Nachricht. Noch eine andere Frage: Die ePA-Anbindung ist ein echter Meilenstein, oder?

Absolut. Denn andernfalls wäre es gar nicht möglich, überhaupt zu starten. Nun haben unsere Kunden die Möglichkeit, sich bereits vor dem tatsächlichen ePA-Start im Januar intensiv mit den für alle völlig neuen Funktionalitäten und Fragestellungen auseinanderzusetzen und vertraut zu machen.

Gibt es denn viele Neuerungen?

Naja, das ganze Thema elektronische Patientenakte ist neu. Dementsprechend kommen da auch viele neue Themen auf die Krankenkassen zu, insbesondere auf die Mitarbeiter, die den Versichertenhelpdesk übernehmen werden, der im Zuge der ePA-Einführung gesetzlich gefordert wird.

Kannst Du uns ein Beispiel dafür nennen, um das greifbarer zu machen?

Da können wir ganz am Anfang ansetzen. Bereits bei der Beantragung der ePA kann es passieren, dass Fehler auftreten und der Prozess nicht sauber durchläuft, z. B. weil eine Angabe des Versicherten fehlt. Die entsprechenden Fehlercodes und Angaben zum Status der ePA finden sich dann im KVS und IAM. Aber um dem Versicherten bei seinem Anliegen weiterhelfen zu können, muss der Mitarbeiter des Versichertenhelpdesk natürlich wissen, wo er diese Informationen findet und sie korrekt interpretieren und bearbeiten können.

Dann ist es sicherlich sinnvoll, sich bereits vor dem 01.01.2021 genauer damit zu befassen. Gibt es auch Möglichkeiten, wie das itsc im Zusammenhang mit dem Versichertenhelpdesk unterstützen kann?

Ja, wir haben dafür einen eigenen Service geschaffen, der den Kassen im Prinzip ein Rundum-Sorglos-Paket bietet. Darüber hatten wir ja im Oktober schon einmal ausführlich gesprochen (https://www.itsc.de/kundenservice/details/7512-epa-wieso-die-customer-experience-der-versicherten-im-mittelpunkt-aller-ueberlegungen-stehen-muss/?cHash=9ca30f65e35e007c96ae65576139fa24). Ich stehe für alle Anfragen rund um die ePA gerne zur Verfügung.

 

Odilo Jürgens, Leiter Kundenmanagement, 0511-27071-192, Odilo.Juergens@itsc.de